Verhaltensempfehlungen

Folgende Verhaltensregeln helfen, sich vor zuviel Ozon zu schützen:

  • Ab einer Ozonkonzentration von 180 µg/m³ werden ozonempfindliche Bürger über die Ozonbelastung unterrichtet (Informationsschwelle). Hierbei wird vor allem Personen, die empfindlich auf Ozon reagieren, empfohlen, ungewohnte körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden.
  • Ab einer Ozonkonzentration von mehr als 240 µg/m³ wird die gesamte Bevölkerung unterrichtet (Alarmschwelle). Hierbei wird empfohlen, länger andauernde und körperlich anstrengende Tätigkeiten im Freien zu vermeiden.
  • Unterhalb einer Ozon-Konzentration von 120 µg/m³ über 8 Stunden wird davon ausgegangen, dass keine gesundheitsbeeinträchtigenden Wirkungen auftreten.

Diese grundsätzlichen Empfehlungen geben in Verbindung mit den bisher in Rheinland-Pfalz gemessenen Ozon-Spitzenwerten keinen Anlass, den Aufenthalt von Personen im Freien einzuschränken. Auch gegen Beschäftigungen im Freien, wie Rad fahren, Baden, Boot fahren und Spielen bestehen im Allgemeinen keine Bedenken.

Allerdings sollten sportliche Ausdauerleistungen und länger dauernde, körperlich anstrengende Tätigkeiten an heißen Sommertagen im Freien nach Möglichkeit auf den Vormittag oder den späten Abend verlegt oder verschoben werden.

Die Ozonkonzentrationen in Innenräumen sind auch bei Sommersmog-Wetterlagen deutlich niedriger als im Freien, soweit die Fenster geschlossen gehalten werden. Für den Aufenthalt in Innenräumen besteht daher unabhängig von der Art der Tätigkeit kein Risiko durch Ozon. Gelüftet werden sollte bevorzugt in den frühen Morgen- und in den späten Abendstunden.

Empfehlungen des Ministeriums für Bildung, Frauen und Jugend Rheinland-Pfalz für den Schulsport bei erhöhten Ozonkonzentrationen (Auszug):

Schulport

  1. Vorbeugendes Verhalten gegenüber Hitze hilft auch gegen Ozon. Bei heißem Sommerwetter sollte der Schulsport schon wegen der temperaturbedingten Kreislaufbelastungen den äußeren Gegebenheiten  angepasst werden und vorzugsweise schattige Bereiche aufgesucht werden.
     
  2. Bei einer Ozonkonzentration bis zu 180 µg/m³ als Mittelwert über eine Stunde sind bei gesunden Kindern keine Einschränkungen beim Sport treiben nötig.
     
  3. Bei einer Ozonkonzentration von mehr als 180 µg/m³ sollen intensive Ausdauerleistungen im Freien unterbleiben. Dazu zählen Langstreckenläufe, aber auch laufintensive Mannschaftsspiele. Gegebenenfalls sollte der Sportunterricht in die Halle verlegt werden.
     
  4. Bei einer Ozonkonzentration von über 240 µg/m³ ist aus Vorsorgegründen kein Schulsport im Freien durchzuführen. Die vorstehenden Hinweise für den Schulsport gelten auch für sportliche Betätigungen bei Sportfesten, Wandertagen und Schullandheimaufenthalten.

SchulsportDie vorstehenden Hinweise für den Schulsport gelten auch für sportliche Betätigungen bei Sportfesten, Wandertagen und Schullandheimaufenthalten.

 

Aus dem Merkblatt der rheinland-pfälzischen Gewerbeaufsicht über Arbeiten im Freien bei erhöhter Ozonkonzentration:

Die Staatliche Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz empfiehlt den Betrieben und den Beschäftigten bei Überschreitung des Informationswertes von 180 µg/m³ Ozon bei Arbeiten mit erhöhter körperlicher Belastung im Freien folgende Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen zu prüfen:

  • Arbeiten im FreienMorgens früher mit der Arbeit beginnen, um hohen Ozonbelastungen am Nachmittag auszuweichen,
  • körperlich anstrengende Arbeiten in die Morgen- und Vormittagsstunden verlegen,
  • Arbeiten im Freiennachmittags leichtere Arbeiten wie Wartungs- und Aufräumarbeiten durchführen,
  • im Schatten arbeiten, zum Beispiel unter einem Sonnendach, um die zusätzliche Hitzebelastung zu verringern,
  • Arbeiten im FreienArbeiten, wenn möglich, in das Innere von Gebäuden verlagern,
  • Pausen möglichst in Räumen verbringen,
  • Mehrarbeit im Freien an solchen Tagen vermeiden,
  • bei extremen Wetterlagen die Möglichkeit eines Zeitausgleichs prüfen.

Arbeiten im FreienBeim Erreichen des Ozon-Informationswertes von 180 µg/m³ sollten die Beschäftigten, die körperlich anstrengende Tätigkeiten im Freien ausführen, informiert werden.

Beschäftigten, die häufig im Freien arbeiten und Beschwerden haben oder an Erkrankungen der Atemwege leiden, sollte es ermöglicht werden, sich betriebsärztlich beraten und untersuchen zu lassen.

Informationen zur aktuellen Ozonsituation finden Sie hier.