Stickstoffdioxid (NO2), Stickstoffoxide (NOx)

Stickstoffoxide (NOx) entstehen vorwiegend bei Verbrennungsvorgängen in Kraftwerken, Gebäudeheizungen und Kraftfahrzeugen aus dem Sauerstoff und dem Stickstoff der Luft. Die größte Menge der Stickstoffoxide kommt aus den Auspuffrohren der Autos und wird auch noch direkt im Aufenthaltsbereich der Menschen freigesetzt.

Bei der Verbrennung entsteht zunächst vorwiegend Stickstoffmonoxid (NO), das in der Atmosphäre rasch zu Stickstoffdioxid (NO2) oxidiert wird. Zusammen mit den Kohlenwasserstoffen stellen die Stickstoffoxide die Vorläufer für photochemische Oxidantien (Ozonbildung). Durch ihre weitere Umwandlung zu Salpetersäure tragen sie zur Versauerung bei. Die Überdüngung der Wälder und anderer empfindlicher Ökosysteme geht maßgeblich auf das Konto der Stickoxide und anderer Stickstoffverbindungen, wie Ammoniak.

Das Reizgas Stickstoffdioxid kann aufgrund seiner Löslichkeit bzw. Reaktion mit Wasser schon bei niedrigen Konzentrationen und normaler Atmung die Schleimhäute des Atemtraktes angreifen.

Grenz-, Ziel- und Schwellenwerte zur Beurteilung der Luftqualität

Stickstoffdioxid (NO2)
Mittelungszeitraum Grenzwert
µg/m³
zul. Über-
schreitung
Schutzziel Vorschrift/ Richtlinie Gültig ab
1-Stunde 200 18 Schutz der menschl.Gesundheit 39. BImSchV 01.01.2010
Kalenderjahr   40   Schutz der menschl.Gesundheit 39. BImSchV 01.01.2010
1-Stunde 400 3 Stunden in Folge Alarmschwelle 39. BImSchV 19.07.2001
Stickstoffoxide (NOx)
Mittelungszeitraum Grenzwert
µg/m³
zul. Über-
schreitung
Schutzziel Vorschrift/ Richtlinie Gültig ab
Kalenderjahr   30   Schutz  der Vegetation 39. BImSchV 19.07.2001


39. BImSchV: Neununddreißigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen) vom 02. August 2010
(BGBl. Jahrgang 2010 Teil I Nr. 40)