Schwefeldioxid (SO2)

Schwefeldioxid (SO2) ist ein farbloses, leicht wasserlösliches, stechend riechendes Gas, das bei der Verbrennung fossiler schwefelhaltiger Energieträger, wie Kohle und Öl, entsteht. Außerdem wird Schwefeldioxid bei verschiedenen industriellen Prozessen, wie der Erzröstung, bei der Schwefelsäure- und Zellstoffproduktion sowie bei der Erdölverarbeitung emittiert.

Schwefeldioxid verursacht maßgeblich den sauren Regen und die damit zusammenhängenden Einwirkungen auf Pflanzen, Bauwerke, Boden und Gewässer. Als saures Reizgas wirkt es beim Menschen vorwiegend auf die Schleimhäute der Atemwege und der Augen. Die Wirkung kann verstärkt werden, wenn das Gas an den Staubteilchen der Luft aufoxidiert und zu Schwefelsäure umgesetzt wird. 

Grenz-, Ziel- und Schwellenwerte zur Beurteilung der Luftqualität

Mittelungszeitraum Grenzwert
µg/m³
zul. Über-
schreitung
Schutzziel Vorschrift/ Richtlinie
1-Stunde 350 24 Schutz der menschl.Gesundheit 39. BImSchV
24-Stunden 125   3 Schutz der menschl.Gesundheit 39. BImSchV
Kalenderjahr   20   Schutz von Ökosystemen 39. BImSchV
Wintermittel   20   Schutz von Ökosystemen 39. BImSchV
1-Stunde 500 3 Stunden in Folge Alarmschwelle 39. BImSchV

 
39. BImSchV: Neununddreißigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen) vom 02. August 2010
(BGBl. Jahrgang 2010 Teil I Nr. 40)