Entwicklung wichtiger Schadstoff-Emissionen in Deutschland bis 2005
Fasst man alle Emittentengruppen (Haushalte, Kleinverbraucher, Verkehr, Industriefeuerungen und Kraftwerke) zusammen, ergibt sich für den Zeitraum 1990 bis 2005 folgende Emissionssituation:

Quelle: Sechster Immissionsschutzbericht der Bundesregierung vom 11.6.1996.
Durch die in dargestellten Maßnahmen sind im Zeitraum 1990 bis 1994 bei nahezu allen Luftverunreinigungen mehr oder weniger ausgeprägte Emissionsminderungen erreicht worden. Auf Grund weiterer bereits eingeleiteter Maßnahmen und absehbarer Entwicklungen kann die Emissionsentwicklung bis zum Jahre 2005 abgeschätzt werden. Die erreichten bzw. angestrebten Reduktionsraten betragen:
| 1990-1994 | 1994-2005 | 1990-2005 | |
|---|---|---|---|
| CO2 | - 11 % | - 16 % | - 25%* |
| SO2 | - 44 % | - 75 % | - 86 % |
| NOx | - 16 % | - 4 % | - 19 % |
| CO | - 37 % | - 27 % | - 54 % |
| Staub | - 63 % | - 66 % | - 87 % |
| organische Verbindung,methanfrei | - 32 % | - 18 % | - 45 % |
| *) Erklärung der Bundesregierung | |||
Besonders erfolgreich ist die Luftreinhaltung beim Schwefeldioxid und bei den Stäuben. Die Emissionen an Kohlenmonoxid und organischen Verbindungen werden bis zum Jahr 2005 im Vergleich zu 1990 etwa halbiert. Besonders schwierig sind Fortschritte bei den Stickoxiden zu erreichen. Die Kohlendioxid-Emissionen sollen nach dem selbstgesteckten Ziel der Bundesregierung bis zum Jahr 2005 um ein Viertel abnehmen.
