Klimaschutz

Am 10. Dezember 1997 haben in Kyoto Vertreter von 160 Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen ein Klimaprotokoll verabschiedet, das die Industrieländer erstmals zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen folgender 6 Stoffe verpflichtet:

  • Kohlendioxid, CO2
  • Methan, CH4
  • Lachgas, N2O
  • teil- und vollfluorierte Kohlenwasserstoffe, HFC, PFC
  • Schwefelhexafluorid, SF6

 Die Minderungsraten, die im Zeitraum 2008 bis 2012 gegenüber dem Bezugsjahr 1990 zu erfüllen sind, lauten:

  • Europäische Union- 8%
  • USA- 7%
  • Japan, Kanada- 6%
  • Rußland 0 %
  • Norwegen+ 1% (maximal zulässiger Anstieg)
  • Australien+ 8% (maximal zulässiger Anstieg)

 Die effektive Gesamtreduktion von 5,2% entspricht einer Minderung von 30% gegenüber einer völlig ungesteuerten Entwicklung bis zum Jahr 2010.

Die Europäische Union und Deutschland haben sich ehrgeizigere Emissionsminderungsziele gesetzt. Die EU hatte für die Konferenz von Kyoto beschlossen, ihre Treibhausgas-Emissionen im Zeitraum 1990 bis 2010 um 15% zu vermindern. Bis zum Jahre 2005 sollte eine Reduktion von 7,5% erreicht werden. Die Bundesregierung will die Emissionen klimarelevanter Gase im Zeitraum 1990 bis 2005 um 25% mindern. Die Minderungspläne der EU und der Bundesregierung beziehen sich allerdings nur auf die Komponenten Kohlendioxid, Methan und Distickstoffoxid.