Schutz des stratosphärischen Ozons

Um den Abbau der schützenden Ozonschicht zu stoppen, wurden die ersten weltweiten Vereinbarungen auf dem Gebiet der Luftreinhaltung getroffen. Im September 1987 zeichneten 25 Staaten und die Kommission der Europäischen Gemeinschaft das "Montrealer Protokoll über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen". Das Montrealer Protokoll war das Signal zum weltweiten Ausstieg aus der FCKW-Produktion und -Verwendung.

Die fortschreitenden wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Ozonzerstörungspotential der FCKWmachten deutlich , dass die im Montrealer Protokoll im Jahre 1987 festgelegten Reduzierungsquoten und -fristen nicht ausreichten, um einen weiteren Abbau der Ozonschicht wirksam und rechtzeitig zu verhindern. Deshalb wurde das Montrealer Protokoll 1990 in London und 1992 in Kopenhagen überarbeitet. Weitere ozonschädigende Stoffe wurden erfasst, die Ausstiegsfristen verkürzt. Auch die Regelungen in der Europäischen Union wurden mehrfach verschärft.

In Deutschland trat bereits im Mai 1991 die FCKW-Halon-Verbotsverordnung in Kraft, die sowohl bezüglich der geregelten Stoffe, wie auch bezüglich der Ausstiegsfristen anspruchsvolle Regelungen vorsieht. Danach wurden folgende Herstellungs-, Vertriebs- und Verwendungsverbote festgelegt:

  • FCKW-haltige Druckgaspackungen (Spraydosen) dürfen seit Februar 1992 nicht mehr in Verkehr gebracht werden (Ausnahme: Bestimmte Arzneimittel).
  • FCKW dürfen seit spätestens 1995 nicht mehr in neuen Kälte- oder Klimaanlagen eingesetzt werden (Ausnahme: R 22 bis 2000 erlaubt).
  • FCKW dürfen als Treibgas für Schaumstoffe seit spätestens 1995 nicht mehr verwendet werden (Ausnahme: R 22 bis 2000 erlaubt).
  • FCKW dürfen seit 1992 nicht mehr als Reinigungs- und Lösemittel eingesetzt werden.
  • Halon-Löschmittel dürfen seit 1992 nicht mehr hergestellt und seit 1994 nicht mehr verwendet werden.

In Zukunft kommt es darauf an, dass die Vorgaben des Montrealer Protokolls konsequent erfüllt werden und das FCKW nicht in Entwicklungsländern verstärkt produziert und in den Handel gebracht werden. Dann besteht die Aussicht, dass die Konzentration der bereits in die Atmosphäre eingebrachten ozonabbauenden Schadstoffe allmählich sinkt und das Ozon nicht mehr gefährdet wird. Experten schätzen, dass dieses Ziel in 30 bis 50 Jahren erreicht werden kann.